Modischer Schutz

09.09.2020

Modischer Schutz 

Hier finden Sie Stoffmasken «Made in Zurich»

Schutzmasken aus modischen Stoffen werden immer beliebter. Manche lokalen Hersteller versuchen nun antivirale Beschichtungen einzunähen.

Wegwerfmaske oder Stoffmaske? Die Frage ist nicht trivial. Seit Donnerstag sind Gesichtsschutzmasken in Zürcher Geschäften Pflicht, im öffentlichen Verkehr ist das schon seit Anfang Juli der Fall. Der Mund-Nasen-Schutz prägt unseren Alltag immer stärker.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir ihn sogar noch häufiger werden tragen müssen, wenn die Infektionszahlen weiter steigen – beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Schule oder an unterschiedlichsten Veranstaltungen. In Paris etwa muss man schon eine Maske überziehen, sobald man vor die Tür geht, in Italien in jedem öffentlich zugänglichen Raum.

Stoffmasken haben nichts Medizinisches, erinnern nicht auf den ersten Blick an Spital und Krankheit.

Stoffmasken haben den Vorteil, dass sie wiederverwendbar sind, weil man sie reinigen kann. Und sie haben nichts Medizinisches, erinnern nicht auf den ersten Blick an Spital und Krankheit. Sie sind kleidsamer, individueller, sie sind längst zum Modeaccessoire geworden, das man an Outfit oder Stimmung anpassen kann.

Noch vor wenigen Monaten hätte man sich anstrengen müssen, überhaupt eine Maske aus Stoff aufzutreiben. Inzwischen ist die Auswahl kaum mehr überschaubar. Überall werden genähte Masken angeboten: bei der Quartierschneiderin, im Supermarkt, im Designerladen, in der Boutique und natürlich im Internet.

Ersatzeinkommen für Hersteller
Für viele Betriebe, die mit Nähmaschinen ihr Geld verdienen, hat die Herstellung von Masken geradezu existenzielle Bedeutung, weil das übliche Geschäft wegen der Corona-Einschränkungen eingebrochen ist. «Ohne die Masken wären wir nicht so gut durch die schwierige Zeit gekommen», sagt etwa Jasmin Scheidegger von Sunita Suits im Kreis 2. Denn welches Unternehmen wollte schon in Lockdown-Zeiten einen ganzen Satz Anzüge für seine Equipe bestellen? «Wir gehörten zu den Ersten in Zürich, die Masken im Angebot hatten.»

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